Die göttliche Barmherzigkeit (Hl. Schwester Faustyna)

Die Heilige Schwester Faustina Kowalska

Maria Faustyna Kowalska (* 25. August 1905 in Glogowiec bei Lódz; † 5. Oktober 1938 in Krakau) war eine bekannte Mystikerin aus Polen, die besonders die "Botschaft der Barmherzigkeit" verkündete. Papst Johannes Paul II sprach sie am 18. April 1993 selig und am 30. April 2000 in Rom heilig. Ihr liturgischer Gedenktag ist der 5. Oktober.

Jesus machte sie zur Botschafterin der göttlichen Barmherzigkeit. Er lehrte sie den Barmherzigkeitsrosenkranz, bat sie um das "Fest der göttlichen Barmherzigkeit" und gab ihr den Auftrag, ein Bild des barmherzigen Jesus malen zu lassen, das allen Verehrern Hilfe und Schutz bieten soll. Papst Johannes Paul II. erklärte am Tag der Heiligsprechung von Schwester Faustina (30. April 2000) für die ganze Kirche den Weißen Sonntag zum „Fest der Barmherzigkeit Gottes".

 

Offenbarung Jesus an die Heilige Schwester Faustina Kowalska:

“Künde der Welt Meine große, unergründliche Barmherzigkeit. Bereite die Welt vor auf Meine zweite Ankunft. Bevor ich als Richter komme, öffne Ich noch ganz weit die Tore Meiner Barmherzigkeit.” “Wer nicht durch die Pforten Meiner Barmherzigkeit eingehen will, muss vor Meiner Gerechtigkeit erscheinen.”

 

Die Heilige Schwester Faustina in Ihrem Tagebuch:

"Die erste Eigenschaft, die Gott mir zu erkennen gab, ist Seine Heiligkeit. Diese Heiligkeit ist so groß, dass vor Ihm alle Gewalten und Mächte zittern. Reine Geister verhüllen ihr Angesicht und versinken in unaufhörlicher Anbetung. Das Wort ihrer höchsten Verehrung ist nur eines - 'Heiliger' - 'Sanctus'... Die Heiligkeit Gottes ist ausgegossen auf Seine Kirche und auf jede in ihr lebende Seele - jedoch nicht im gleichen Maße. Es gibt ganz vergöttlichte Seelen und auch Seelen, die kaum Leben besitzen. Die zweite Erkenntnis erteilte mir der Herr - dies ist Seine Gerechtigkeit. Seine Gerechtigkeit ist so groß und durchdringend, dass sie bis ins Wesen der Dinge reicht und alles vor Ihm in entblößter Wahrheit steht und nichts bestehen kann. Die dritte Eigenschaft ist die Liebe und Barmherzigkeit. Ich begriff, dass die größte Eigenschaft Gottes die Liebe ist und die Barmherzigkeit. Sie verbindet das Geschöpf mit dem Schöpfer. Die allergrößte Liebe und den Abgrund der Barmherzigkeit erkenne ich in der Menschwerdung des Wortes, in Seiner Erlösung. Ich erkannte hier, dass diese Eigenschaft die größte in Gott ist."

 

Die Verehrung des Bildes des Barmherzigen Jesus

Jesus verband zwei Verheißungen mit der Verehrung des Bildes.

"Ich verspreche der Seele, die dieses Bild verehrt, dass sie nicht zugrunde gehen wird. Ich verspreche ihr ferner schon hier auf Erden den Sieg über die Feinde, aber in besonderer Weise in der Stunde des Todes. Ich selbst werde sie verteidigen wie meine eigene Ehre."


Der Barmherzigkeitsrosenkranz

Der sogenannte Barmherzigkeitsrosenkranz ist ein Rosenkranzgebet, das Jesus der heiligen Schwester Faustyna Kowalska in Wilno am 13. - 14. September 1935 diktierte. Er wird mit der gewohnten Rosenkranzkette gebetet.

Jesus sprach zu Sr. Faustyna:

"Bete unablässig den Rosenkranz zur Göttlichen Barmherzigkeit, den Ich Dich gelehrt habe. Wer auch immer ihn beten wird, der erfährt in seiner Todesstunde Meine große Barmherzigkeit. Die Priester werden ihn den Sündern als letzten Rettungsanker reichen. Sollte es der verstockteste Sünder sein - falls er nur ein Mal diesen Rosenkranz betet, wird ihm die Gnade Meiner unendlichen Barmherzigkeit zuteil. Ich wünsche, dass die ganze Welt Meine Barmherzigkeit erkennt. Unbegreifliche Gnaden will ich jenen Seelen erteilen, die Meiner Barmherzigkeit Vertrauen schenken."

"Jeder, der ihn betet, wird meine Barmherzigkeit im Leben und besonders in der Todesstunde erfahren. Wird er bei einem Sterbenden gebetet, besänftigt sich der Zorn Gottes, und eine unermeßliche Barmherzigkeit umfängt mit Rücksicht auf das schmerzliche Leiden des göttlichen Sohnes diese Seele."

Der Rosenkranz bekam vom Weihbischof von Krakau, Jan Szkodon, am 21. Oktober 2008 die kirchliche Druckerlaubnis.


Der Barmherzigkeitssonntag - "Fest der göttlichen Barmherzigkeit"

Seit dem Heiligen Jahr 2000 begeht die Kirche den Weißen Sonntag weltweit als „Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit“. Bei der jüngsten Überarbeitung des Messbuchs wurde zu diesem Titel auch ein eigenes Messformular aufgenommen: Missa votiva „De Dei Misericordia“ - Votivmesse „Von der Barmherzigkeit Gottes“. Papst Johannes Paul II. kam mit dieser Entscheidung einem Wunsch nach, den Jesus am 22. Februar 1931, dem Fest „Kathedra Petri“, der hl. Ordensschwester Maria Faustyna Kowalska (1905-1938) übermittelt hatte.

Predigt von Papst Johannes Paul II. zur Heiligsprechung von Schwester Maria Faustyna Kowalska

Johannes Paul II. starb am Vorabend des Barmherzigkeitssonntags, am 2. April 2005
und wurde am Barmherzigkeitssonntag, dem 1. Mai. 2011 von Papst Benedikt XVI. seliggesprochen.

 

 

Jesus zur Heiligen Schwester Faustina:

"Ich wünsche, dass der erste Sonntag nach Ostern zum Feste der göttlichen Barmherzigkeit bestimmt wird. Sage deinem Beichtvater, dass er meine große Barmherzigkeit der ganzen Welt verkünde. Wer immer an diesem Tage sich der Quelle des Lebens nähert, wird die vollkommene Nachlassung aller Sünden und Strafen erlangen. Das menschliche Geschlecht wird nicht eher den Frieden finden, bis es mit Vertrauen sich an meine Barmherzigkeit wendet. Meine Seele erfreut sich an diesem Titel der Barmherzigkeit, da die Barmherzigkeit die größte aller göttlichen Eigenschaften ist. Alle Werke meiner Hände sind von Barmherzigkeit gekrönt. Ehe ich als gerechter Richter komme, komme ich als König der Barmherzigkeit. Oh, wie mich das Misstrauen der Seelen verwundet! Solche Seelen bekennen zwar, dass ich heilig und gerecht bin; aber sie glauben nicht, dass ich barmherzig bin, und erkennen meine Güte nicht an. Auch die Teufel ehren meine Gerechtigkeit, aber sie glauben nicht an meine Güte, und dies ist die Ursache, dass sie Teufel sind."

"Meine Tochter, sprich zur ganzen Welt von meiner unvorstellbaren Barmherzigkeit. Ich wünsche, dass das Fest der Barmherzigkeit eine Zuflucht und eine Heimstätte sei für alle Seelen und vor allem für die armen Sünder. An jenem Tage wird sich das Innerste meiner Barmherzigkeit öffnen. Ich werde ein Meer von Gnaden auf die Seelen ausgießen, welche sich dem Brunnen meiner Barmherzigkeit nähern werden. Die Seele, die an diesem Tage beichtet und kommuniziert, wird die vollkommene Nachlassung aller Schuld und aller Strafen erhalten. Möge keine Seele sich fürchten, sich mir zu nähern. selbst wenn ihre Sünden rot wie Purpur wären! Dieses Fest ist hervorgequollen aus dem Schoß der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, die durch mich, das göttliche Wort, euch den Abgrund ihrer göttlichen Barmherzigkeit zu erkennen gibt. Ich wünsche, dass es am ersten Sonntag nach Ostern feierlich begangen werde."

"Die Seele, die an diesem Tage beichtet und kommuniziert, wird die vollkommene Nachlassung aller Schuld und aller Strafen erhalten."

"Möge keine Seele sich fürchten, sich mir zu nähern, selbst wenn ihre Sünden rot wie Purpur wären!"

 

Vorbereitung auf das "Fest der göttlichen Barmherzigkeit"

Zur Vorbereitung auf das "Fest der göttlichen Barmherzigkeit" sollte die "Novene zur Göttlichen Barmherzigkeit" gebetet werden. Die Novene beginnt am Karfreitag und endet am Samstag vor dem Barmherzigkeitssonntag. Die Novene zur göttlichen Barmherzigkeit kann zu jeder Zeit gebetet werden, aber besonders ab Karfreitag.

Die Bedingungen, um die von Jesus für den Barmherzigkeitssonntag versprochenen Gnaden zu erlangen,
entsprechen den den Bedingungen der Ablässe der Katholischen Kirche.

Jesus zur Heiligen Schwester Faustina:

"Ich wünsche, dass du während dieser neun Tage Seelen an die Quelle Meiner Barmherzigkeit führst, damit sie dort Kraft, Mut und Gnade für dieses Leben und besonders für die Todesstunde finden. Im Verlauf dieser Andacht vergebe ich Gnaden aller Art."

 

Tagebuch der Schwester Maria Faustyna Kowalska

Die Beschreibung ihres inneren Lebens hielt Schwester Faustyna im Tagebuch fest, das sie auf Empfehlung ihres Beichtvaters in Wilna, Prof. Michal Sopocko, schrieb. Sie beschreibt darin auf berührende und faszinierende Weise über ihre innere Begegnung mit Gott, der sie zu Gipfeln der mystischen Vereinigung mit Ihm führte. Jesus vertraute ihr die Sendung an, der Welt die Wahrheit über die Barmherzigkeit Gottes zu verkünden. Jesus sprach zu ihr durch Visionen, sie hatte aber auch Visionen der Muttergottes und der Heiligen, der Seelen im Fegefeuer und des Teufels.

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Redakteur der deutschen Ausgabe: Stanislaw Swidzinski

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